3.6.2 Kategorien der Inklusion: Behinderung, Diversität, Gender

„Inklusion heißt, Menschen willkommen zu heißen. Niemand wird ausgeschlossen, alle gehören dazu: zu unserer Gesellschaft, unserer Kommune, zu jeder kleinen oder großen Gruppe und Gemeinschaft.   Alle werden anerkannt und alle können etwas beitragen. Unsere Gesellschaft wird reicher durch die Vielfalt aller Menschen, die in ihr leben.

 

Das Wort Inklusion kommt aus dem Lateinischen und heißt so viel wie „Einschließen“ – im positiven Sinne von „Einbeziehen“: Alle Menschen gehören dazu, jeder kann mitmachen.“

 

Dieses Zitat aus dem Bornheimer Leitfaden zur Inklusion machen wir uns in unserer Einrichtung zu Eigen. Es ist Thema in all unseren Handlungsschritten. Wir machen uns auf den Weg fit zu werden, um Raum für Viele zu bieten und die eigenen Grenzen zu erkennen. Auf dem Weg dahin ist unser „Einzelintegrationskonzept“ und die Vernetzung mit Fachkräften ein Hilfsmittel zur Entwicklung. Inklusion als Querschnitts-Thema in der Einrichtung, die sich als „lernendes System“ versteht. In unserem Fortbildungskonzept berücksichtigen wir Themenbereiche, die unsere Handlungsfähigkeit insbesondere im Umgang mit Vielfalt erweitern.

 

Derzeit legen wir hier bewusst keine Schwerpunkte fest, da hieraus zum jetzigen Zeitpunkt unnötige neue Separierungsmomente entstehen. Daher ist es ein wichtiges Anliegen uns mit Fachkräften und Fachinstitutionen zu vernetzen um dabei Wege zu finden, wie notwendiges Fachwissen und fachlich angemessene Handlungen den Weg in unsere Einrichtung finden.

 

Im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention anerkennen wir das Recht auf inklusive Bildung und verfolgen das Ziel, allen Kindern Wertschätzung und „Angenommen sein“ entgegenzubringen. Im Fokus stehen die individuelle Entwicklung und die ganzheitliche Förderung des Kindes. Wir sind im Prozess die notwendigen Voraussetzungen zu schaffen und inklusive Anliegen/ Forderungen schrittweise und individuell umzusetzen.

 

Wir sind offen für vielfältige Begegnung und setzten hier den Dialog in den Vordergrund. unser Verständnis von Kommunikation geschieht auf allen Wahrnehmungskanälen und geschieht in weiten Teilen auch unbewusst und beruht auf Erfahrung. Unsere gesunde Neugier hilft uns immer weiter neue Erfahrungen zu gewinnen, zu lernen, sich neu zu begegnen. Geprägt sind wir dabei aber auch von unserer eignen Historie und Kultur.

 

Unsere Zielvorstellung ist die Weiterentwicklung zu einer inklusiven Einrichtung, die die Möglichkeit bietet, ausnahmslos von allen Kindern im Wohnbereich besucht zu werden. Durch den kontinuierlichen Abbau von Barrieren jeglicher Art und durch die Bereitstellung der erforderlichen Ressourcen hat sich ein lebendiges inklusives Denken und Handeln in den Alltag etabliert. Inklusion und Partizipation haben sich zu einer Grundhaltung entwickelt. Dabei erfährt jedes Kind eine optimale Persönlichkeitsförderung in den Bereichen der geistigen, körperlichen, sprachlichen und seelischen Entwicklung gemäß seinen individuellen Möglichkeiten. Unterstützt wird dieser Anspruch durch das Arbeiten in kleineren Gruppen mit entsprechendem Fachpersonal und damit die wertvolle Ressource „Zeit“ gewährleistet wird.

 

Die Arbeitsatmosphäre ist geprägt durch gegenseitige Wertschätzung. Die Zusammenarbeit in den multiprofessionellen Teams ermöglicht einen regen Austausch und gegenseitige Hilfen.

 

Die räumliche und sächliche Ausstattung der Einrichtung gewährleistet, dass Spiel, Lernen und Partizipation gefördert werden und jeder davon profitiert. Umfassende therapeutische Angebote (Logopädie, Ergotherapie, Krankengymnastik/ Psychomotorik) stehen der Einrichtung zur Verfügung. Durch eine schrittweise Umsetzung von Inklusion und die Schaffung der erforderlichen Rahmenbedingungen können wir unterschiedlichen Anforderungen gerecht werden und leisten eine Inklusion mit Qualität. Mitarbeiter und Erziehungsberechtigte akzeptieren die Vielfalt, Kinder fühlen sich bei uns wohl und angenommen. Inklusion und Partizipation sind eine Grundhaltung unserer Einrichtung.

 

Jede/r darf sein wie er/sie ist und dennoch darf sich jede/r ändern und Entwickeln. Diese Entwicklung und Vielfalt fördern verstehen wir als unsere Aufgabe. Umgang mit Anforderung der “Gesellschaft“ an Konformität wollen wir immer wieder neu finden. Somit sind wir eine lernende Einrichtung mit diversitätsbewusster Haltung.

 

Eine gewisse „Vielfalt“ ist seit jeher ein wesentliches Merkmal der Kinder, die unsere Einrichtung besuchen. Wir haben immer schon Wert daraufgelegt, allen Kindern in ihrer Unterschiedlichkeit gerecht zu werden. In den letzten Jahren ist die Anzahl von Fällen der Einzelintegration beständig gewachsen, seit mehreren Jahren gehören Therapeuten/ Sozialarbeiter zum Team.

 

Von jeher kommen Kinder mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen in unsere Einrichtung, Tendenz zunehmend. Deshalb arbeiten wir mit altersgemischten Lerngruppen, um auf diese Weise mehr Lernfelder zu eröffnen.  Förderpläne/ Portfolios beschreiben die individuelle Situation des Kindes und werden zum regelmäßigen Austausch genutzt.

 

Neben einer intensiven Elternarbeit kooperieren wir mit vielen Institutionen: Frühförderstellen, kinderpädiatrischen Zentren, anderen Tageseinrichtungen, Kinderärzten, Therapeuten, Schulen, Jugend-, Sozial- und Gesundheitsamt.

 

Weitere selbstverständliche Stichworte sind:

  • Situativer Ansatz
  • Einzelintegration
  • Herkunft der Familien nutzen um z.B. die Vielfalt der Kulturen zu leben

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