3.4.1 Naturpädagogische Arbeit

Präambel:

Wir gehen mit allen Kindern regelmäßig nach draußen und auch in die Natur.

  • Wald- und Naturtage

  • (alternativ/ergänzend) Waldwochen

  • Mit kleinen Gruppen und Fachpädagogen gezielt zu Forschungserkundungen so schonend wie möglich zu diversen Punkten im Wald

Die regelmäßigen Wald- und Naturtagetage und je nach Möglichkeit zwei Waldwochen sind den Kindern im letzten Kita-Jahr vorbehalten und ergänzen unseren Bildungsauftrag innerhalb der Kita.

Warum ist das für die Kinder wichtig?

Leben und Umfeld der Kinder haben sich drastisch verändert. Immer weniger Kinder haben die Möglichkeit außerhalb der Kita draußen zu spielen und Naturerfahrungen zu machen, Natur aus erster Hand zu erfahren.

 

Wald und Natur aber sind lehrreich, fördern die Gesundheit und unterstützen vielfältige Lern- und Entwicklungsprozesse. Durch die Vielfalt an natürlichen (nicht medialen!) Reizen, wie Licht und Schatten, Temperatur, Geruch, Geländestruktur werden alle Sinne gleichermaßen angeregt und immer wieder neue kalibriert und koordiniert. Dadurch wird die Hirnentwicklung nachweislich gefördert.

 

Darüber hinaus fördert der Umgang mit lebendiger Natur die Aufmerksamkeit und Achtsamkeit. Die Kinder lernen den Zusammenhang als Lebensraum für Mensch, Tier und Pflanze kennen. Die Wald- und naturpädagogische Ausrichtung der Kitas und der Schule in unserem Netzwerk möchten den Wald als „Raum ohne Wände“, als Lernort und Lernobjekt und als Anknüpfungspunkt für weitere Lernprozesse nutzen. D. h. die Kinder sollen Wald und Natur leben, erleben, erfahren, begreifen und empfinden dürfen.

 

Was haben die Kinder davon?

  • Motorische Förderung (Grob-, Fein-, Senso-, Psychomotorik)
    Die gesamte Motorik wird ganzheitlich gefördert
  • Soziales Lernen
    Gemeinschaftssinn, Sozialkompetenz, Gruppenfähigkeit, Toleranz, Empathie, Kooperationsbereitschaft, Rücksicht
  • Naturbegegnung
    Erleben der Natur und der Jahreszeiten ganz unmittelbar, Naturverständnis, Achtung allem Leben gegenüber, Natur lieben und wertschätzen, Natur als Quelle der Kraft entdecken, Umweltbewusstsein
  • Wahrnehmung
    Beobachten, Sinnesschulung, Unterscheiden, Ausbildung der Sinne
  • Gesundheitsförderung
    Förderung des Immunsystems durch Abhärtung und Bewegung
  • Konzentration
    Ruhe und Zeit sich mit einer Sache zu beschäftigen, innere Ruhe durch das Fehlen unnatürlicher Reize
  • Sprachförderung
    Neugier und erforschen, fragen, beschreiben, erzählen
  • Selbständigkeit
    Selbsterfahrung, Selbstwert, Eigeninitiative, Emotionale Stabilität, Durchhaltevermögen, Lernen aus sich selbst heraus, eigene Motivation, Handlungsbereitschaft
  • Kreativität/Phantasie
    Schwierigkeiten und Aufgaben lösen können, Problemlösung, Erfindungsgabe, eigenschöpferische Kraft
  • Persönlichkeitsentwicklung
    ganzheitliche Innen- und Außenräume der Persönlichkeit kennen, sich abgrenzen können, Stabilität, Fähigkeit sich Ausgleich zu Belastungen zu schaffen
  • Selbstbewusstsein
    Aufgeschlossenheit für Neues, Mut unbekanntes zu wagen, Neugierde, Forschergeist, Spontanität, Flexibilität, erfahren, was man kann, eigene Grenzen wahrnehmen und erweitern, eigenen Standpunkt vertreten können
  • Kognitive Förderung
    Neugier, Wissensdrang, Forschergeist, eigenständig denken können

 

Was hat der Wald davon?

 

Wald- und Naturpädagogik gründet in der Liebe zur Natur und in der Bewunderung der Natur.

 

Nur was man liebt ist man bereit zu schützen, aber was man lieben und schützen soll, muss man auch kennen!

 

Unser Anliegen ist es, die Natur den Kindern wieder nahe zu bringen, sie sensibel zu machen für alles Leben um sie herum. Sie sollen den Wald als Ort der Ruhe und Erholung kennen und lieben lernen, die Natur wertschätzen lernen, achtsam werden für die Vielfalt. Nur dann werden sie auch in Zukunft achtsam und respektvoll mit der sie umgebenden Natur umgehen können und sich für deren Schutz und Erhalt einsetzen können.

 

Bei unseren Aufenthalten im Wald gibt es deshalb Regeln, die von allen eingehalten werden müssen:

  • Der Wald ist das „Wohnzimmer“ von Tieren und Pflanzen, wir sind nur zu besuch.
    Wir wollen nicht zu laut sein, um Tiere nicht zu stören
  • Wir lassen niemals Müll im Wald zurück
  • Wir beschädigen keine Pflanzen und Bäume
  • Kein Tier wird verletzt oder getötet
  • Tiere beobachten wir vorsichtig und leise aus der Entfernung
  • Wir klettern nirgendwo ohne einen Erwachsenen
  • Wir bleiben immer in Sichtweite und auf den Wegen

Mit diesen Regeln stellen wir sicher, dass das Ökosystem Wald von uns nicht geschädigt wird und dass wir uns an die Regeln halten, dass ein Naturschutzgebiet mit sich bringt.

 

 

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