8. Unsere Bildungsarbeit

8.1 Bildungsvereinbarung / Bildungsdokumentation

Alle vorangehenden Kapitel unseres Konzeptes beschreiben, wie wir unseren Bildungsauftrag im Alltag realisieren. In diesem Abschnitt beschreiben wir, wie wir durch Beobachtung, Reflektion und Austausch mit den Eltern diesen Bildungsauftrag begleiten und dokumentieren.

Am 01.08.2008 ist das neue Kinderbildungsgesetz (KiBiz) in Kraft getreten. Ziel dieses Gesetzes ist es unter anderem, die Bildungsprozesse in Tageseinrichtungen für Kinder zu stärken und weiter zu entwickeln. Seit 01.08.2014 ist die Revision des KiBiz in Kraft getreten. Hier wird der Bildungsauftrag noch deutlicher formuliert.

§ 13 Grundsätze der Bildungs- Erziehungsarbeit (5) Die Entwicklung des Kindes soll beobachtet und regelmäßig dokumentiert werden. Die Bildungsdokumentation setzt die schriftliche Zustimmung der Eltern voraus.

Die Entwicklung jedes einzelnen Kindes wird in unserer Einrichtung intensiv beobachtet. Die Entwicklungsschritte des Kindes werden in den verschiedenen Entwicklungsbereichen im regelmäßigen  Rhythmus schriftlich in einer persönlichen Mappe dokumentiert. Um eine einheitliche Dokumentation für alle drei Gruppen zu gewährleisten, arbeiten wir mit dem Computerpragramm „ Gabip“.

Die Beobachtungen sind in folgende Entwicklungsbereiche unterteilt:

  1. Entwicklung der kognitiven Fähigkeiten

  2. Entwicklung der Sprache

  3. Entwicklung der Fein- und Grobmotorik

  4. Entwicklung der sozialen Kompetenz

  5. Entwicklung der Ich – Kompetenz

     6. Allgemeine Entwicklung

 

Vor Erstellung einer schriftlichen Bildungsdokumentation muss eine Einverständniserklärung der Eltern vorliegen.

Die Erziehungsberechtigten haben nach Absprache jederzeit die Möglichkeit die Bildungsdokumentation ihres Kindes einzusehen. Einmal im Jahr wird ein Elterngespräch  zum aktuellen Entwicklungsstand des Kindes  angeboten. Dabei können  eventuelle Fördermaßnahmen besprochen werden. Die Bildungsdokumentation wird mit dem Verlassen des Kindes aus der jeweiligen Tageseinrichtung den Erziehungsberechtigten ausgehändigt.

Um eine einheitliche Form der Bildungsdokumentation zu erreichen, entwickelten der Träger und die Leitungen aller Tageseinrichtungen für Kinder der Stadt Bornheim, verbindliche Qualitätsstandards. Diese beinhalten, dass jedes Kind in unserer Einrichtung zum Abschluss einer Kindergartenzeit von uns seine Mappe mit den frei gestalteten Bildern erhält. Ebenso alle Arbeitsergebnisse von gezielten Angeboten und Fotos der Kinder in Aktivitäten.

 

8.2 Wie Kinder lernen!

Die Basis für erfolgreiches Lernen ist eine vertraute Atmosphäre, in der sich  die Kinder wohlfühlen, sie einen guten Kontakt zur Bezugspersonen haben und sich in der Kindergruppe integriert fühlen.

Wie lernen Kinder?

  • Durch Eigenmotivation und Interesse der Kinder.

  • Durch Beobachtung ihres gesamten Lebensumfeldes.

  • Durch ihr gesamtes Spiel.

  • Durch entwicklungsentsprechende Materialauswahl und Raumgestaltung.

  • Durch Anregungen und Impulse.

  • Durch selbsttätiges Ausprobieren und Wiederholen.

  • Durch eigene Erfahrungen ( Sinnes, - motorische und soziale Erfahrungen).

Durch Erfolg, Anerkennung und Bestätigung der eigenen Person.

 

In Bezug auf unseren Kindergarten beginnt die Förderung des Kindes mit dem Eintritt in unsere Einrichtung. Die gesamte Kindergartenzeit ist Vorbereitung auf die Schule.

Unser ganzes Konzept ist darauf ausgerichtet, die Kinder nach ihren Bedürfnissen und Entwicklungsphasen an die Schule heran zu führen und sie ganzheitlich zu fördern.

Wir greifen die natürliche Neugier und Freude am Lernen auf. Lernen findet täglich in spielerischer Form statt. Doch nicht nur indem wir die Kinder zu Neuem heraus fordern. Genauso wichtig ist es, dass sie ihre bereits erlernten Fähigkeiten weiter anwenden, um diese zu festigen und sicher zu beherrschen.

Dadurch entwickeln die Kinder Vertrauen in die eigenen Leistungen und ein positives Selbstwertgefühl, die wichtigsten Grundlagen für den bevorstehenden Schuleintritt und die künftige Lebensgestaltung. Ein positives Selbstwertgefühl entwickeln die Kinder vor allem, wenn Eltern und Erzieher sie anerkennen  und wertschätzen.

Mit der fortschreitenden Entwicklung des Kindes wachsen auch seine Aufgaben und Herausforderungen.

Die Kinder unserer Einrichtung haben vor der Einschulung reichhaltige Bewegungserfahrungen gemacht. Sie können bauen, kleben, laufen, klettern und balancieren. Außerdem  sind sie sicher im Umgang mit Stift und Schere, fahren Roller und springen Seil. Ihre Wahrnehmungsfähigkeit ist so weit entwickelt, dass die Kinder in der Lage sind, neue Eindrücke mit ihren Vorerfahrungen zu verknüpfen.

Lernen allein und in der Gruppe ist gebunden an eine altersentsprechende Entwicklung des sozialen und emotionalen Verhaltens. Die Vorerfahrungen im Kindergarten tragen dazu bei, dass sich die Kinder ohne Probleme in der neuen Sozialform einer Schulklasse zurecht finden.

Der Prozess der Sprachentwicklung wird durch vielfältige Spracherfahrungen in unserer Einrichtung in Gang gesetzt, weiterentwickelt und durch gezielte Impulse angeregt.

Mengen und zahlenbezogenes Wissen, ist neben einem grundsätzlichen Wissen zu Raum- Lage- Beziehungen eine zentrale Vorläuferfähigkeit für Mathematik. In unsere Einrichtung wird dieses  Wissen vielfältig im Spiel gefördert.

Unseren Kindern wird früh die Möglichkeit geboten, den Phänomenen und Dingen der Lebenswelt bewusst zu begegnen. So können sich Denk– und Arbeitsweisen zu ihrer Erschließung entwickeln. Unser Kindergarten bietet hierfür hinreichende Erfahrungsräume an.

 

8.3 Das letzte Kindergartenjahr

Die gesamte Kindergartenzeit beschreibt die vorschulische Erziehung. In dieser Zeit erwerben die Kinder Fähigkeiten, die sie für die Schulzeit brauchen.

Im letzten Kindergartenjahr vor der Einschulung genießen die Kinder das Gefühl die „Großen“ und etwas Besonderes zu sein. Die Förderung der Selbständigkeit rückt jetzt noch mal mehr in den Vordergrund. Die Kinder wachsen in den Gruppen in neue Verantwortungen hinein.

Wenn das Kindergartenjahr beginnt, bilden die Kinder, die bisher der mittleren Altersgruppe der Einrichtung angehörten, die Gruppe der zukünftigen Schulkinder. Sie sind meist stolz auf ihren neugewonnen Status. Sie sind Vorbild für die Jüngeren, denn sie besuchen schon seit mehreren Jahren die Einrichtung, kennen die Abläufe und Regeln. Die künftigen Schulkinder können schon vieles selbstständig Tun und fordern Entscheidungsfreiräume und Zeit zum selbstbestimmten Spiel.

In unserer täglichen Arbeit greifen wir die Freude am Lernen und die kindliche Neugier auf. Doch nicht nur indem wir sie mit Neuem herausfordern. Genauso wichtig ist es, dass sie ihre bereits erlernten Fähigkeiten weiter anwenden, um sie zu festigen und sicher zu beherrschen. Dadurch entwickeln die Kinder Vertrauen in die eigenen Leistungen und ein positives Selbstwertgefühl, die wichtigsten Grundlagen für den bevorstehenden Schuleintritt.

Um auf die Bedürfnisse der Kinder im letzten Kindergartenjahr einzugehen, bieten wir eine Vielzahl gruppeninterner und gruppenübergreifender Aktivitäten an.

Kinder erwerben beim Spielen die Fähigkeiten und Fertigkeiten, die sie brauchen, um schulfähig zu werden. Lernprozesse vollziehen sich gerade während des Spielens, also in Situationen, die nicht von Erwachsenen im Hinblick auf eine Förderung strukturiert sind.

Die Schulfähigkeit ist eine unmittelbare Folge aus der Spielfähigkeit. Sie zu beschneiden hieße, Kinder im Aufbau ihrer Schulfähigkeit zu behindern.

Daneben ist eine der wesentlichen Grundlagen für Intelligenz und Selbstbewusstsein die Fähigkeit, sich in andere Menschen, ihre Absichten und Gedanken, hineinzuversetzen. Genau das geschieht im Spiel, wenn Kinder in andere Rollen schlüpfen, gemeinsam mit anderen eine Spielabsicht verwirklichen und sich dafür absprechen oder wenn sie Konflikte lösen. Die „allgemeine Schulfähigkeit“ ist immer nur dann gegeben, wenn die „emotionale Schulfähigkeit“ ausgeprägt ist. Sie dominiert an erster Stelle und kann sich nur dort entwickeln, wo Kinder ausgiebig spielen. Sie ist Grundlage für die Entwicklung der kognitiven Fähigkeiten. Denn nur ein Kind, dass sich wohl fühlt, ausgeglichen ist, Vertrauen in die eigene Person hat und Enttäuschungen konstruktiv und ruhig verarbeitet, kann sich auf Dinge konzentrieren, Ausdauer zeigen und Informationen abstrakt und logisch weitergeben.

Die Kinder im Spiel zu begleiten und zu unterstützen, ihnen den notwendigen Rahmen für ihr Spiel zu geben, ihnen Raum und Materialien zum eigenständigen Experimentieren zur Verfügung zu stellen, ist für uns die wichtigste Vorbereitung für die Schule. Daneben möchten wir im letzten Kindergartenjahr auch besondere Angebote und Ausflüge machen.

 

8.4 Übergang Kindergarten – Grundschule

Auszug aus Konzept zur Schuleingangsphase – Nikolaus-Gemeinschaftsgrundschule Bornheim-Waldorf:

In der Schuleingangsphase werden alle Kinder aufgenommen, soweit sie von der Schulärztin als mindestens bedingt schulfähig eingestuft werden, da Schulfähigkeit als Entwicklungsaufgabe auch der Schule verstanden wird.

Bei der Schulanmeldung um den Zeitraum der Herbstferien werden grundlegende Basiskompetenzen, die für das Lernen der Kinder in der Schule notwendig sind, überprüft. Als Orientierung dient das Schulfähigkeitsprofil „Erfolgreich starten“ des MSJK NRW. Die Feststellung der Basiskompetenzen nimmt etwa ½ Stunde in Anspruch und wird als Einzelsitzung in Abwesenheit der Eltern im Rahmen der Anmeldung durchgeführt. Diese erhalten eine schriftliche Rückmeldung über die Ergebnisse mit Hinweisen auf den eventuellen Förderbedarf. Damit kann eine Rücksprache beim Kindergarten oder mit dem Kinderarzt erfolgen. Wir begrüßen eine Rückmeldung durch die Eltern, um die Fördermöglichkeiten noch individueller für das Kind zu gestalten. Weiter können wir die Rückmeldung der Schule mit unseren Beobachtungen vergleichen und Rückschlüsse daraus ziehen. Bei Bedarf gibt es ein Fördergespräch zwischen Eltern, Grundschule und Erzieherin.

Aufgrund der Schulplatzwahl durch die Eltern und dadurch, dass auch Familien aus anderen Ortsteilen Bornheims in unserer Einrichtung sind, sind wir bemüht auch zu den anderen Grundschulen im Stadtgebiet beim Übergang zu Schule den Eltern hilfreich zur Seite zu stehen. Uns ist es aber nicht möglich die gleiche Intensität der Zusammenarbeit wie uns dies mit der Nikolaus Gemeinschaftsgrundschule gelingt, auch mit den anderen Grundschulen Bornheims zu pflegen.

Die gute Zusammenarbeit der Nikolaus-Schule mit den angeschlossenen KITAs hat schon Tradition. Neben gegenseitigen Hospitationen, gemeinsamen thematischen Gesprächsabenden und Fortbildungen werden auch Elternabende für Eltern aus den KITAs durchgeführt, die gemeinsame Bildungsbereiche zum Thema haben, wie zum Beispiel ein Abend für die Eltern der Vierjährigen Kinder.

Ein weiterer fester Baustein ist schon immer der Besuch der Vorschulkinder in der Nikolaus-Schule im Rahmen einer "Schnupperstunde" in ihrer künftigen Klassengemeinschaft - kurz vor den Sommerferien.

Dies und der intensive Austausch von Erzieher/innen und Lehrer/innen trägt zu einem funktionierenden Übergang von der KITA zur Nikolaus-Schule bei.

Seit 2010 hat sich das Netzwerk auf neue Wege begeben. Eine deutliche Intensivierung der gemeinsamen Arbeit hat sich vollzogen, neue Schwerpunkte sind entstanden. So finden nun mehrfach im Jahr gemeinsame Experimente der Vorschulkinder zusammen mit den Erstklässlern der Forschungsinsel statt. Viertklässler/innen gehen in die Kitas, um den Vorschulkindern vorzulesen. Künftige OGS-Kinder bei uns die „Strolche“ genannt haben die Gelegenheit, die großen Strolche zu besuchen. Und vieles mehr

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Rundum Ausgabe

 

November/Dezember  2018

 

 

 

Flora Flohmarkt immer am 1. Sonntag im Oktober

letzter Termin war 07.10.2018 von 10:00 - 14:00 Uhr

 

Unser Netzwerk KiSchu (Kindergarten und Schule) im Vorgebirge wurde im Frühjahr 2015 ausgezeichnet (siehe Aktuelles und Grundschule<-> Kita)