3.1 Aufnahme des Kindes und Eingewöhnungszeit

Für neue Eltern veranstalten wir vor Beginn der Kindergartenzeit einen Informationsabend. An diesem Abend erfahren die Eltern in welche Gruppe ihr Kind kommt. Die Leitung und die Erzieherinnen der Gruppe stellen sich vor und geben Informationen zur Einrichtung, z.B. Tagesablauf, Regeln, Räumlichkeiten usw.

Des Weiteren bieten wir einen Vormittag an, an denen wir einen Einblick in das Gruppengeschehen ermöglichen, der so genannte Schnuppertag.

In der Eingewöhnungszeit beobachten wir die Kinder, wie sie sich in der neuen Umgebung zu recht finden und geben ihnen Geborgenheit und Sicherheit, damit sie sich wohl fühlen und ihren neuen Alltag meistern können. Daraufhin werden wir mit den Eltern für die ersten Wochen eine individuelle Betreuungszeit finden. Im alltäglichen Gruppenleben bauen die Kinder Vertrauen zu uns auf, lernen neue Freunde und neue Regeln kennen und orientieren sich am Gruppengeschehen.

So interessant die neuen Gegebenheiten auch sein mögen, kann es in den ersten Wochen der Kindergartenzeit passieren, dass Kinder sowie Eltern lernen müssen, mit anfänglichen Trennungsschwierigkeiten umzugehen. Hierbei werden wir die Eltern und Kinder unterstützen und ihnen hilfreich zur Seite stehen. Individuelle Lösungsmöglichkeiten werden zwischen Erzieherinnen und Eltern abgesprochen.

 

3.2 Frühstück

Das Frühstück ist wichtiger Bestandteil des täglichen Ablaufs. Die Kinder haben in unserer Einrichtung die Möglichkeit während des Freispiels individuell zu frühstücken. Dafür steht für sie in der Zeit von 7:30 Uhr bis ca. 9:30 Uhr ein freies Frühstücksbuffet bereit. Freies Frühstück bedeutet, die Kinder können sich Zeit und Frühstückspartner selbstständig auswählen.
                                                                          

(das Bild zeigt einen Frühstückstisch an Karneval)

das Bild zeigt einen Frühstückstisch an Karneval bei einer Gruppenübergreifenden FeierDie Erzieherinnen sorgen für eine ausgewogene Speiseauswahl, die durch frisches Obst und Gemüse je nach Saison regional ergänzt wird. Auch religiöse oder gesundheitliche Besonderheiten werden beim Einkauf der Nahrungsmittel berücksichtigt.

Hier eine kleine Auswahl unseres täglichen Angebotes: frisches Brot, Knäcke-, Toast- und Schwarzbrot, Butter oder Margarine, verschiedene Wurst- und Käsesor

ten, Schmier- und Frischkäse, Marmelade, Honig, Cornflakes, verschieden Müslisorten, Jogurt und täglich Rohkost von verschiedenen Gemüse- und Obstsorten. Unser Obst- und Gemüseangebot, für den täglichen Gebrauch beziehen wir über einen „Hofladen“ der Region und der Supermärkte in unserer Nähe.

Als Getränke werden den Kindern verschiedene Teesorten, Sprudelwasser angeboten. Milch steht beim Frühstück ebenfalls zur Verfügung wir betrachten sie dabei als Nahrungsmittel und weniger als Getränk.

In der täglichen Frühstücksphase wird die Selbstständigkeit der Kinder gefördert. Mit Eintritt in den Kindergarten beginnt für die Kinder ein Prozess, indem sie sich täglich üben können.

Die Kinder suchen selbstständig ihre Frühstückszutaten aus. Hier können neue Speisen ausprobiert werden, welche die Kinder vielleicht von zu Hause nicht kennen oder die aber im Kindergarten einfach anders schmecken. Die Brote bzw. Brötchen werden von den Kindern selbstständig (schmieren, belegen, schneiden etc.) zubereitet.

Am Frühstückstisch findet ein sprachlicher Austausch statt, die Kinder planen mit Freunden das weitere Spiel für den Vormittag, sprechen über Erlebnisse und erzählen von Freunden und Familie.

Nach dem Frühstück spült jedes Kind seinen benutzten Teller, Besteck und das Glas im Spülbecken und stellt den sauberen Teller für das nächste Kind zurück auf den Tisch. Wir begleiten die Kinder ständig während ihrer Tätigkeiten am Frühstückstisch und unterstützen sie mit Hilfestellungen.

Der Frühstückstisch wird morgens von Erzieherinnen und Kindern eingedeckt. Jede Gruppe hat eine eigene Kinderküche mit zwei Herdplatten und Spüle, so dass auch kleine Speisen direkt im Gruppenraum zubereitet werden können.

Für die Teilnahme am Frühstück sammeln wir von den Eltern 9 Euro im Monat ein. Diese sind auf ein dafür eingerichtetes Konto zu überweisen.

Auch im Urlaub oder Krankheitsfall muss der Betrag entrichtet werden, da auch die Mineralwasserlieferungen von diesem Geld bezahlt werden.

Die Entscheidung die Frühstückssituation auf diese Weise zu gestalten und zu finanzieren würde auf einer Elternversammlung einstimmig beschlossen.

 

3.3 Mittagessen

In unserer Einrichtung gibt es um 12.30 Uhr (bzw. 11.45 Uhr in der
U 3 Gruppe) Mittagessen. Wir decken gemeinsam mit den Kindern den Tisch, um anschließend gemütlich und in Ruhe zu essen. Nachdem die Kinder sich mit einem Mittagsspruch einen „Guten Appetit“ gewünscht haben, wird mit dem Essen begonnen.

Die Mahlzeiten werden einem Caterer aus der nahen Umgebung jeden Tag frisch zubereitet und in Wärmebehältern in die Einrichtung geliefert. Es wird viel Wert auf gesundes, frisches Essen gelegt. Den Kindern wird zum Mittagessen Wasser und Früchtetee angeboten.

Der Kostenbeitrag für ein Hauptgericht mit Nachtisch beträgt derzeit rund 2,90 Euro pro Kind. Es besteht die Wahlmöglichkeit auf muslimisches oder vegetarisches Essen. Bei Unverträglichkeiten kann im Einzelfall abgeklärt werden in welcher Form dies bei den Speisen gesondert bestellt werden kann.

Der aktuelle Speiseplan hängt im Flur aus. Wir achten darauf, dass die Kinder mit Messer und Gabel essen.

 

3.4 Feste und Feiern, Geschenke

Wir feiern die Feste entsprechend dem Jahreskreis.

Das erste Fest im neuen Kindergartenjahr ist Sankt Martin. Dazu gestalten die Kinder Laternen in jeder Gruppe, betrachten Bilderbücher zu diesem Thema und lernen Sankt Martinslieder.

Wenn in Waldorf der Sankt Martinszug durchs Dorf geht, treffen wir uns mit den über 4 jährigen Kindern abends und schließen uns dem Martinszug an.

Nachdem wir mit Laternen und Gesang durchs Dorf gewandert sind, treffen wir alle wieder im Kindergarten ein und jedes Kindergartenkind bekommt einen Weckmann.

Dann beginnt auch schon bald die Weihnachtszeit im Kindergarten. In diesen Wochen vor Weihnachten wird mit den Kindern gemeinsam eine besinnliche Atmosphäre durch Lichtquellen, Dekoration und Musik geschaffen. Außerdem gestaltet jede Gruppe einen Adventskalender. In diesen „Türchen“ befinden sich kleine Geschenke oder Aktionen die an diesem Tag stattfinden.

Zum Beispiel: 1. Dezember = Sterne gestalten

2. Dezember = Plätzchen backen

3. Dezember = Weihnachtsgeschichte....

Am 6. Dezember hat der Nikolaus besinnliche Zeit und stimmen sie auf Weihnachten ein.

 

Der Karnevalsmonat steht bei uns unter dem Motto: „…Kostümgestaltung steht euch frei, denn es ist uns einerlei.“

Die Gruppen werden bunt dekoriert, die Kinder schminken sich, schlüpfen in verschiedene Rollen, z.B. Prinzessin, Löwen, Ritter und Clown.

Am Karnevalsdonnerstag veranstalten wir bis 11:11 Uhr für alle Kindergartenkinder eine Karnevalsparty im Bewegungsraum. In der Regel kommt die Kinderprinzessin zu Besuch.

In einem der Frühlingsmonate gestaltet jedes Kind sein Osterkörbchen/Nest. In der Woche vor Ostern geht es dann nach einem gemeinsamen Frühstück auf die Suche nach dem gefüllten Osternest.

Für Anregungen aus den Familien für die Gestaltung von Festen im Jahreskreis sowie der Auswahl von Festen aus anderen Kulturkreisen, die sich in unserem Kindergarten finden sind wir grundsätzlich offen. Dabei bauen wir dann auf eine gute Zusammenarbeit und Unterstützung der Eltern.

Das Basteln von Geschenken für die Eltern zu Muttertag, Vatertag und zu Weihnachten liegt in der Verantwortung der Familien.

 

3.5 Ausflüge

Damit die Kinder unserer Einrichtung die Umgebung ihres Wohnortes kennen lernen, besuchen wir zu Fuß oder mit der Bahn kleinere Ausflugsziele in der Umgebung:

 

Waldorfer Schulwald / Bach

Spielplätze

Felder

Ziegenweide und Hühner

 

Auf diesen Ausflügen erlangen die Kinder Sozialkompetenzen, indem sie sich an vorher getroffene Absprachen und Regeln in der Gruppe halten. Die älteren Kinder helfen den Jüngeren und nehmen sie an die Hand. Durch die ständige Neuorientierung fördern wir die Sicherheit der Kinder, so dass die Kinder zunehmend mehr Selbstvertrauen entwickeln und aufbauen. Darüber hinaus sammeln die Kinder Naturerfahrungen und oftmals bietet sich auf unseren Erkundungen die Gelegenheit, Tiere die in der Umgebung beheimatet sind zu beobachten. Durch die Bewegung an der frischen Luft wird die Gesundheit, Kondition und das Immunsystem der Kinder gestärkt.

Die vielfältigen Ausflüge stellen eine Erweiterung des Lebens- und Erfahrungsraumes für die Kinder dar.

Über diese hinaus finden in unserer Einrichtung noch spezielle Ausflüge für die Vorschulkinder statt.

 

3.6 Rahmenkonzept der Naturpädagogischen Arbeit

Was wir möchten:

  • Einmal wöchentlich einen Waldtag durchführen (ca. 3 Std.)

  • (alternativ) Waldwochen durchführen

  • An einem festgelegten Platz als Treffpunkt und Frühstücksplatz

  • An einer festgelegten Stelle Zugang zum Bach

  • Mit kleinen Gruppen und Fachpädagogen gezielt zu Forschungserkundungen so schonend wie möglich zu diversen Punkten im Wald

Warum ist das für die Kinder wichtig?

Leben und Umfeld der Kinder haben sich drastisch verändert. Immer weniger Kinder haben die Möglichkeit außerhalb der Kita draußen zu spielen und Naturerfahrungen zu machen, Natur aus erster Hand zu erfahren.

Wald und Natur aber sind lehrreich, fördern die Gesundheit und unterstützen vielfältige Lern- und Entwicklungsprozesse. Durch die Vielfalt an natürlichen (nicht medialen!) Reizen, wie Licht und Schatten, Temperatur, Geruch, Geländestruktur werden alle Sinne gleichermaßen angeregt und immer wieder neue kalibriert und koordiniert. Dadurch wird die Hirnentwicklung nachweislich gefördert.

Darüber hinaus fördert der Umgang zu lebendiger Natur die Aufmerksamkeit und Achtsamkeit. Die Kinder lernen den Zusammenhang als Lebensraum für Mensch, Tier und Pflanze kennen. Die Wald- und naturpädagogische Ausrichtung der Kitas und der Schule in unserem Netzwerk möchten den Wald als „Raum ohne Wände“, als Lernort und Lernobjekt und als Anknüpfungspunkt für weitere Lernprozesse nutzen. D. h. die Kinder sollen Wald und Natur leben, erleben, erfahren, begreifen und empfinden dürfen.

Was haben die Kinder davon?

  • Motorische Förderung (Grob-, Fein-, Senso-, Psycho- und Sozialmotorik)
    Die gesamte Motorik wird ganzheitlich gefördert

  • Soziales Lernen
    Gemeinschaftssinn, Sozialkompetenz, Gruppenfähigkeit, Toleranz, Empathiefähigkeit, Kooperationsbereitschaft, Rücksicht

  • Kognitive Förderung
    Neugier, Wissensdrang, Forschergeist, eigenständig denken können

 

Inklusionsgedanken

Bereits der Wald an sich hat therapeutische Wirkung!

  1. Motorische Schwächen:
    werden ganzheitlich gefördert, das Kind wird gefordert seine Bewegungen den unterschiedlichen Strukturen des Umfeldes anzupassen.

  2. Körperliche Schwächen:
    Körperbeherrschung, Bewegung, Stärkung des Immunsystems und der Muskulatur

  3. Sprachliche Schwächen:
    Sprache wird gefördert durch Fragen, Erzählen, Beschreiben, Benennen

Reiz arme (unnatürliche Reize) führt zu Ruhe, Harmonisierung, innerer Ruhe, weniger Leistungsdruck, die Kinder stellen sich ihre eigenen Aufgaben, sie wissen, was sie sich zutrauen können, erfahren ihre Grenzen und lernen, diese im jeweiligen eigenen Tempo zu erweitern. Über- und Unterforderung kommen quasi nicht vor. Motivation kommt aus sich selbst oder durch andere Kinder

 

Was hat der Wald davon?

Wald- und Naturpädagogik gründet in der Liebe zur Natur, in der Bewunderung der Natur.

Nur was man liebt ist man bereit zu schützen, aber was man lieben und schützen soll, muss man auch kennen!

Erschreckend wenige Kinder können Baumarten erkennen und unterscheiden. Sie wissen nicht, welche Pflanzen in ihrem direkten Umfeld wachsen, welche Vögel das Futterhaus besuchen, welche Tiere in unseren Wäldern leben.

Unser Anliegen ist es, die Natur den Kindern wieder nahe zu bringen, sie sensibel zu machen für alles Leben um sie herum. Sie sollen den Wald als Ort der Ruhe und Erholung kennen und lieben lernen, die Natur wertschätzen lernen, achtsam werden für die Vielfalt. Nur dann werden sie auch in Zukunft achtsam und respektvoll mit der sie umgebenden Natur umgehen können und sich für deren Schutz und Erhalt einsetzen können.

Bei unseren Aufenthalten im Wald gibt es deshalb Regeln, die von allen eingehalten werden müssen:

  • Der Wald ist das „Wohnzimmer“ von Tieren und Pflanzen, wir sind nur zu besuch.
    Wir wollen nicht zu laut sein, um Tiere nicht zu stören

  • Wir lassen niemals Müll im Wald zurück

  • Wir beschädigen keine Pflanzen und Bäume

  • Kein Tier wird verletzt oder getötet

  • Tiere beobachten wir vorsichtig und leise aus der Entfernung

  • Wir klettern nirgendwo ohne einen Erwachsenen

  • Wir bleiben immer in Sichtweite und auf den Wegen

Mit diesen Regeln stellen wir sicher, dass das Ökosystem Wald von uns nicht geschädigt wird und dass wir uns an die Regeln halten, das ein Naturschutzgebiet mit sich bringt.

 

 

3.7 Regeln im Kindergarten

Wir vermitteln den Kindern in unserer Einrichtung Regeln und Werte. Unsere Regeln werden mit den Kindern im Stuhlkreis besprochen und gegebenenfalls nach Situation mit den Kindern neu überarbeitet und erstellt. In Gruppen müssen gemeinsame Absprachen beachtet werden, um in der Gemeinschaft mit vielen eigenen Persönlichkeiten leben zu können. Es ist uns wichtig, dass die Kinder im Prozess die Werte unserer Erziehung erleben. Kinder lernen vor allem, indem sie das Verhalten der Erwachsenen sowie älteren Kinder beobachten und kopieren. Wir sind Vorbild mit unserem eigenen Verhalten.

Hier ein paar Regeln aus Kindermund verfasst:

“Wenn man in eine andere Gruppe will, erst fragen und wenn die Erzieherin ja sagt, pinnt man sich an.“

„Dass man mit der Schere nirgendwo reinschneiden darf, was ein anderes Kind gemacht hat.“

„Dass man im Kindergarten nicht hauen, treten und schubsen darf.“

 

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